Risikogruppe Best Agers – Warum für uns ab 50 Corona so gefährlich ist

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Über 50 ist eine Ansteckung mit Corona keine Bagatelle

„Mama, ihr gehört zur Risikogruppe!“ so mein Sohn vor einigen Wochen. Knallhart.
Dabei hätte ich ihn und seine Freundin so gerne nach ihrem Urlaub wiedergesehen. Aber wo er Recht hat, hat er Recht. Wir sind über 60 und da ist eine Ansteckung mit dem Coronavirus kein Spaß, keine Bagatelle mehr.

Aber warum ist das so?

Risikogruppe Best Agers – Warum für uns ab 50 Corona so gefährlich ist

Warum wir Best Agers über 50 so sehr in Gefahr kommen, wenn wir an Corona erkranken

Es geht dabei weniger um die Gefahr, angesteckt zu werden. Es geht um den Verlauf einer Erkrankung mit Covid-19. Und dieser kann bei uns Best Agers sehr schwere Ausmaße annehmen.

Vorerkrankungen

Viele Menschen ab 50 Jahren haben mit gesundheitlichen Problemen zu tun. Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umschaue, häufen sich hier leider seit einigen Jahren Fälle von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebserkrankungen und mehr. Ich empfinde es als Glück, dass ich in meinem Alter noch so gesund bin! Denn selbstverständlich ist das nicht.

Schwaches Immunsystem

Dazu kommt, dass mit den Jahren unser Immunsystem immer schwächer wird. Dadurch werden wir viel anfälliger für ansteckende Krankheiten aller Art. Wenn aber unser Körper so einen dahergelaufenen Erreger noch mit 20 ganz gut weggesteckt hat, reagiert er nun viel schwächer. Wir brauchen länger, um uns von einer simplen Erkältung auszukurieren. Und bei so aggressiven Erregern, wie Covid-19, gegen den unser Organismus noch überhaupt keine Idee für irgendwelche Antikörper hat, dauert der Krankheitsverlauf viel länger, ist viel dramatischer und endet häufig leider tötlich.

Deshalb Risikogruppe:

Wir Best Ager, Menschen in den besten Jahren, Personen ab 50 Jahren gehören zur Risikogruppe unter den Corona-Patienten. Das hängt mit unseren Vorerkrankungen zusammen, aber auch mit unserem schwächeren Immunsystem.

Das zeigen auch die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI)

„Das Durchschnittsalter der Toten in Deutschland liegt der Auswertung der klinischen Daten (Stand: Dienstagmorgen) nach bei 80 Jahren. 506 der 583 Toten (87 Prozent) waren 70 Jahre oder älter.“

(Quelle welt.de Stand 1. April 2020)

Logisch sterben auch jüngere Menschen am Coronavirus. Aber bei diesen Fällen lagen Vorerkrankungen vor, soweit ich gehört habe.

Wie verhalten wir uns richtig?

Wenn man den Nachrichten glauben darf, haben die Ordnungshüter mehr mit geselligen Oldies, als mit den Corona-Partys der Jugend zu tun.

Da werden Wandernachmittage mit gemeinsamen Picknick vereinbart, es wird auf Parkbänken beim mitgebrachten Kaffee zusammengehockt und mehr. Natürlich lockt uns auch das momentane schöne Wetter nach draußen. Aber trotzdem: Für uns als Risikogruppe gilt: Bleibt zuhause!

  • Geht gerne einmal spazieren, aber alleine oder nur mit dem Partner.
  • Natürlich ist ein Schwätzchen erlaubt, aber immer mit Abstand.
  • Und selbstverständlich müssen die allgemeinen Regeln der Hygiene beachtet werden.

Das gilt – so traurig es ist- auch über die Osterfeiertage! Den Brunch mit Kindern und Enkelkindern holen wir nach. Denn ein Leben auf der Intensivstation ist wirklich keine Alternative.

Ich wünsche euch was! Bleibt gesund!


Text: Risikogruppe Best Agers – Warum für uns ab 50 Corona so gefährlich ist ©sabienes-welt.de
Alle Fotos: Risikogruppe Best Agers – Warum für uns ab 50 Corona so gefährlich ist ©sabienes-welt.de

Zusammenfassung
Risikogruppe Best Agers - Warum für uns ab 50 Corona so gefährlich ist
Titel
Risikogruppe Best Agers - Warum für uns ab 50 Corona so gefährlich ist
Beschreibung
Wir Best Agers gehören zur Risikogruppe. Denn eine Infektion mit dem Coronavirus kann ab dem 50. Lebensjahr viel schwerwiegender verlaufen, als bei jungen Leuten.
Autor

17 Kommentare zu „Risikogruppe Best Agers – Warum für uns ab 50 Corona so gefährlich ist“

  1. Liebe Sabiene, das Osterfest mit den normalerweise vielen Familienfeier naht und da ist dein Beitrag perfekt, um nochmals auf die wichtigsten Punkte hinzuweisen. Ich bin zwar über 50, habe mich aber aktuell noch nicht in der Risikogruppe gesehen – keine Vorerkrankungen, eigentlich fast immer gesund. Sorgen bereiten mir aber mein Vater, der natürlich schon mal altersmäßig in die Risikogruppe fällt und außerdem Vorerkrankungen an Lunge und Herz hat, und mein Bruder, der zurzeit eine Chemo hat. Daher werden wir natürlich alle getrennt von einander Ostern verbringen und dies dann zu gegebener Zeit nachholen.
    Bleib gesund und alles Liebe

    1. @Wonderful Fifty: Ehrlich: So als Risikogruppe habe ich mich auch nie gesehen. Ich bin zwar über 60 und ich rauche, aber ich werde so gut wie nie krank. Und überhaupt. Aber nachdem mir das mein Sohn so ins Gesicht geschleudert hat, wurde mir klar, was dahinter steckt (er hat auch nett geschleudert). Selbst wenn bei mir eine Erkrankung glimpflich ablaufen würde, habe ich halt doch sehr viele Menschen in meinem Bekanntenkreis, die Vorerkrankungen haben.
      Wir holen alles nach! Tausendmal! ;-)
      LG
      Sabiene

  2. Ja das ist eine ganz komische Zeit und auch mir fehlt meine Familie sehr! Auch wir Kinder möchten unsere Eltern gerne in den Arm nehmen. Und naja… eigentlich trifft es auch Jüngere- ich glaube so richtig pauschalisieren kann man diesen blöden Virus nicht :(.
    Bleibt stark!
    Liebe Grüße!

  3. Mir fällt es schon schwer, Kinder und Enkel nicht zu sehen – zumindest nicht persönlich. Aber es hilft ja nichts. Videochat geht auch zur Not.

    Liebe Grüße Sabine

    1. @Sabine Gimm: Per Videochat kann man viel erreichen! Da haben wir Glück, dass dies möglich ist. Aber unser kleiner Enkel wird uns nicht mehr kennen, wenn wir uns wiedersehen. Das ist schon irgendwie traurig.
      LG
      Sabiene

  4. Liebe Sabiene
    auch wenn ich mich nicht so fühle gehöre ich zur Risikogruppe – keine Vorerkrankungen die mir bekannt wären – aber mein Mann schon. Also pass ich doppelt auf. Er verläßt das Haus gar nicht ich schon, zum Einkaufen – schau aus wie ein Bankräuber, so vermummt. Auch zu meiner Mutter schaue ich sie ist 86. Aber es ist alles gut und soll auch so bleiben. Aber Du hast recht so viele Bekannte, Freunde die Vorerkrankungen haben – und da wird es halt richtig gefährlich. Ich geht nicht anders als sich an die Regeln zu halten bis es vorbei ist. Liebe Grüße Gabi – schön Dein „neuer“ Blog.

  5. Hallo Sabienes,

    mir fällt auf, dass gerade jetzt unheimlich viele ältere Menschen unterwegs sind. Noch nie habe ich bei uns im Feld unter der Woche so viele Menschen beim Spazieren und Radfahren getroffen. Als wenn jeder jetzt auf einmal seinen Bewegungsdrang entdeckt. Wahrscheinlich ist es wie so oft, solange man „alles“ darf, macht man es nicht, aber kaum darf man etwas nicht mehr, will und/oder muss man…
    Mit knapp Ü50 gehöre ich wohl auch zur Risikogruppe, aber leider arbeite ich auch im Gesundheitswesen und kann mich dem ganzen nicht vollständig entziehen. Zum Glück bin ich mit viel Gesundheit gesegnet. Ich brauche keine Tabletten, habe keine Hypertonie und rauche auch nicht, aber eine Garantie ist das ja leider dennoch nicht. Ich kann nur hoffen und versuche mich so gut es geht zu schützen.
    Leider komme ich kaum noch an das entsprechende Equipement dran (Mundschutz), da diese fast nur an Kliniken ausgeliefert werden. Die Freiberufler haben sie dabei vergessen.

    Herzliche Grüße und bleib weiter gesund.
    Liane

  6. Hallo Sabiene,

    ich bin ja nun auch schon „ein paar Tage“ über 50 und gehöre zur Risikogruppe. Bei mir kommt allerdings erschwerend hinzu, daß ich im Dezember 2018 einen Schlaganfall hatte!

    Mir geht es zwar soweit gut und ich habe nur zwischendurch Probleme mit dem Laufen, aber mit einer Krücke komme ich unterwegs sehr gut zurecht.

    Natürlich ist die Situation für viele Menschen unbequem, für mich aber völlig normal. Ich bin ja eh seit vielen Jahren arbeitslos und soziale Kontakte habe ich nur wenige, so daß ich hier mehr oder weniger schon länger in einer Art Quarantäne lebe.

    Für mich hat sich praktisch nichts geändert, auch wenn das manchmal schon ziemlich einsam sein kann. Als jetzt im Dezember auch noch meine Ex-Frau starb habe ich eigentlich meinen wichtigsten Gesprächspartner verloren, auch wenn wir schon seit vielen Jahren geschieden waren.

    Man gewöhnt sich langsam daran, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist. Zum Glück bin ich immer noch fit genug, so daß ich mich weiterhin selbst versorgen kann. Ich bin also nicht auf andere Leute angewiesen, das ist auch ganz gut so.

    Da ich zudem keine großen Menschenmengen mag fühle ich mich beim Spazieren gehen im Park sogar richtig wohl, da eben nicht mehr so viel los ist.

    Ein Wort noch zu deinem neuen Blog hier:

    Öfter mal was Neues! ;-)

    Viele Grüße nun aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

  7. Danke, Sabiene,
    man kann es nicht oft genug sagen und hören. Alles was uns schützt, macht Sinn und ist absolut notwendig. Meine Tochter wünschte sich heute, dass die Maßnahmen fortgeführt werden, weil sie den Gedanken, uns im Krankehaus zu wissen, ohne Kontakt und ohne Information, wie es uns geht, nicht ertragen könnte. Da wurde mir klar, ich schütze nicht nur mich, sondern halte Leid von meiner Familie fern. Das macht es mir leicht dieses Jahr auf Osternfeiern mit den Lieben zu verzichten. Das holen wir nächstes Jahr nach, in Saus und Braus, als Dankesfest.
    Liebe Grüße und alles Gute für Dich
    Sabine

  8. Liebe Sabiene,
    ja, wir gehören altersmäßig schon zur „Risikogruppe“, aber ich sag mal, wären wir 20 Jahre älter würde ich mir mehr Sorgen machen. Was jetzt nicht bedeutet, dass ich irgendwelche Parties feiere oder mit anderen Leute als meinem Mann zusammen bin, aber um mich oder um ihn mache ich mir keine Sorgen. Um andere Menschen, die zu unserem familiären Umfeld oder Freundeskreis gehören, schon eher, weil da eben Vorerkrankungen bestehen. Trotzdem, das wichtigste ist, das Leben auch jetzt zu genießen – den schönen Sonnenschein zu tanken, das ist gut fürs Immunsystem, und sich nicht zu verkriechen. Ich habe heute wieder einen Radausflug unternommen und bei den Schafen, die es dort in gibt, angeregt, aber auf Distanz, mit einer Frau geplaudert, deren Husky den Schafen durch den Gitterzaun hindurch die Nase abschleckte – danach war ich aufgeladen mit Freude. Solche Momente sind wichtig! :-)
    Ich wünsche dir noch einen angenehmen Sonntagabend und einen wunderschönen Ostermontag 😊😷😘🐰🐥
    Herzlichst, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2020/04/von-bluhhugeln-und-katzen-von.html

    1. @Traude: Der Husky und die Schafe – was für ein schönes Bild! ;-) Du hast Recht, man muss das genießen, was man hat. Und wenn man so begnadet wohnt, wie du und ich auch muss man diesen Vorteil einfach nutzen. Wir haben jetzt auch unsere Räder startbereit gemacht. Morgen werde ich einmal in die Stadt runterfahren – und dann wieder hoch *Uff*
      Haltet euch gesund!
      LG
      Sabiene

  9. PS: Ich hab noch vergessen, deine Frage zu beantworten! Du wolltest wissen: „Backst du dein Brot mit Sauerteigansatz oder sind das Hefebrote?“ – wir backen sowohl als auch. Bei unserem Brotbackkurs haben wir Sauerteigansatz mitbekommen, wissen jetzt aber auch, wie man zur Not einen selbermachen könnte, und haben aber auch Rezepte für Hefebrote ausprobiert.

    1. @Traude: Oh danke für die Antwort! Ich habe im Bioladen auch schon so ein Sauerteigpulver gesehen. Aber wahrscheinlich braucht man das gar nicht.
      LG
      Sabiene

        1. @Traude: Danke für den Tipp, liebe Traude! Theoretisch hätte ich einen gelernten Bäcker als Sohn. Praktisch hat der glaube ich mit dem Metier abgeschlossen.
          LG
          Sabiene

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