Kältewallungen ★ Ein seltsames Phänomen in den Wechseljahren

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  • Beitrag zuletzt geändert am:13. August 2020
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Kältewallungen in den wechseljahren
Seltsame Sache: Kältewallungen, statt Hitzewallungen

Bei meinem letzten Beitrag über die Beschwerden in den Wechseljahren habe ich von euch viele Zuschriften und Kommentare erhalten, wo ihr mir eure Beschwerden geschildert habt. Häufig ging es dabei um die Hitzewallungen, die ich natürlich auch gehabt habe (und immernoch manchmal habe).
Aber die ersten Anzeichen waren bei mir ganz anders.
Zu Beginn der Wechseljahre – in der Prämenopause – war mir kalt.
Eiskalt!
Schrecklich kalt.

Kältewallungen ★ Ein seltsames Phänomen in den Wechseljahren

Warum wir manchmal zu Beginn der Wechseljahre Kältewallungen bekommen. Und warum sie keine Alternative zu den Hitzewallungen sind.

Ich war ungefähr Mitte 40 und dachte noch gar nicht an die Wechseljahre. Da fiel mir auf, dass es mir plötzlich und ganz unvermittelt sehr kalt wurde. Damals kam es mir vor, wie eine Art Grabeskälte und ich bereitete mich schon mal auf eine kommende Grippe vor. Ich wurde natürlich nicht krank und auch dann nicht, als ich wieder plötzliche Kältewallungen bekam.
Wie viele andere Beschwerden der Pre-Menopause achtete ich irgendwann nicht mehr weiter darauf und schob diese Missempfindung auf Stress, Schlafmangel und schlechtes Wetter, gepaart mit schlechter Laune. Und ehrlich gesagt: Mit den Wechseljahren hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gerechnet!
Tatsächlich – so klärte mich damals eine ältere Freundin auf – waren dies bereits die ersten Anzeichen einer Hormonumstellung, der Wechseljahre.

Kältewallungen und Hitzewallungen

Natürlich hoffte ich damals insgeheim, dass ich mit diesen Kältewallungen wahrscheinlich ganz gut bedient sein werde. Auf jeden Fall hielt ich sie für die bessere Lösung, als plötzliche Schweißausbrüche zu ertragen.
In Wirklichkeit hatte ich mich zu früh gefreut. Denn irgendwann setzten bei mir Hitzewallungen mit einer solchen Heftigkeit ein, dass ich am liebsten gestorben wäre.
Auch heute noch habe ich manchmal das Gefühl, beides gleichzeitig zu können: frieren und schwitzen.

Das Fatale ist ja, dass ich unpraktischer Weise Kältewallungen niemals im heißen Sommer bekomme. Und im Winter, bei minus 20°C kommen mir natürlich keine Hitzewallungen zur Hilfe.

Frau Sabienes geht zum Doktor

Mein Arzt erklärte mir, dass Kältewallungen nichts mit den Wechseljahren zu tun haben. Da ich aber auch immer wieder ein bisschen Probleme mit Depressionen habe, ließ er meine Schilddrüse untersuchen. Tatsächlich könnten solche Symptome ein Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sein, die gerne mal in den Wechseljahren auftreten kann.

Aber die Werte waren bis auf einen niedrigen Blutdruck in Ordnung. Um überhaupt etwas zu tun, bekam ich von ihm ein Rezept für Eisentabletten, obwohl meine Eisenwerte im Normbereich lagen.
Ich habe sie nicht genommen.
Inzwischen haben mir viele Frauen ebenfalls von dem Phänomen Kältewallungen und dem Frust mit verständnislosen Medizinern berichtet. Und Frauenärzte scheinen ja sowieso gerne mal mit einem wahren Bauchladen durch die Gegend (oder Praxis) zu laufen. Tatsächlich hat mir hier die Homöopathie helfen können.

Frieren als Warnsignal

Generell möchte ich hier aber noch einmal betonen, dass Frieren und Kälteempfinden auch ein Warnsignal sein können.
Wenn ihr also solche Empfindungen habt, dann lasst euch bitte von einem Arzt untersuchen. Denn es könnte tatsächlich ein Problem mit der Schilddrüse, mit den Blutwerten oder Anzeichen einer beginnenden Grippe vorliegen.
Auch der Umstand, dass ich mich damals entschlossen hatte, die verschriebenen Eisentabletten zu nehmen, ist nicht zur Nachahmung empfohlen! Dies geschah auf meine eigene Verantwortung!
Es kann mehrer Gründe für übermäßiges Frieren geben. Zum Beispiel wenn ihr sehr schlank seid, ist es möglich, dass ihr zu wenig Unterhautfettgewebe besitzt. Manchmal könnte in diesem Fall ein zielgerichtetes Training zum Muskelaufbau helfen.

Fazit zu den Kältewallungen

Nach meiner unsachgemäßen und unmedizinischen Meinung verhält es sich so, dass mein Körper sich schwer tut, eine gleichmäßige Temperatur einzuhalten. Oder die Regulation hinsichtlich der Umgebungstemperatur funktioniert nicht mehr so reibungslos, wie früher.
Meine Körpertemperatur oder mein Temperaturempfinden schwanken stärker nach oben oder nach unten, als früher. Das kann von den Hormonen (oder den nicht mehr vorhandenen Hormonen) kommen, von einem allgemeinen Energieabfall oder etwas ganz anderem.

Vielleicht findet die Medizin in ein paar Jahre eine bessere Erklärung. Aber bislang leugnet sie weiterhin, dass es Kältewallungen in den Wechseljahren, gerade zu Beginn geben könnte.

Derweilen ziehe ich mir warme Socken und eine dicke Strickjacke an.
Und kurze Zeit später ziehe ich beides ganz schnell wieder aus.

Habt ihr schon einmal Kältewallungen gehabt? Kennt ihr dieses Phänomen? Mich würde interessieren, was ihr dagegen unternehmt und ob ihr mit diesem Problemen schon einmal beim Arzt (Frauenarzt) gewesen seid. Hat euch euer Arzt verstanden? Welche Empfehlungen hat er euch auf den Weg mitgegeben?

Erzählt es mir!

Nachtrag vom 29. Juli 2020

Dieser Artikel über Kältewallungen ist der beliebteste Artikel auf diesem Blog. Natürlich freut mich das sehr. Andererseits erschüttert mich dies auch wieder. Denn dieses Phänomen ist wirklich unter der Ärzteschaft kaum bekannt und wie ich erfahren habe, wird sogar versucht, es den Frauen kleinzureden. In irgendeiner Veröffentlichung las ich etwas über „Missempfindungen von Kälte“, die wohl manche „sensible“ Frauen berichten. Wahrscheinlich wird eine solche Patientin vom Herrn Doktor als „neurotisch“ klassifiziert.
Prima.
So lange dies so ist, mache ich hier so weiter, wie bisher. Dabei werde ich hier in diesem Artikel alles sammeln, was ich zu den Kältewallungen finden kann. Und damit fange ich gleich an. Denn die Ernährung kann euch bei diesem Problem vielleicht ein bisschen helfen:

Ernährungstipps bei Kältewallungen

  • Verzichtet auf die heiße Tasse Kaffee und auf alkoholische Heißgetränke, wie Glühwein. Kaffee peitscht euch zwar kurzfristig den Blutdruck in die Höhe, aber lässt ihn auch wieder schnell fallen. Der Alkohol wärmt von innen, ist aber ansonsten nicht gesund für euch.
  • Trinkt lieber heißen Tee. Das kann Kräutertee sein, so lange es sich nicht um Pfefferminztee handelt. Besser ist Tee mit Ingwer und schwarzem Pfeffer und andere Mischungen von dem Label mit dem Yogi.
  • Wenn ihr scharfes Essen gut verträgt, dann würzt eure Mahlzeiten ordentlich durch. Wem roter Pfeffer oder Chili zu scharf ist, kann es mit Rettich- und Kressesaaten oder Meerettich probieren.
  • Heiße Suppen wärmen sehr gut von innen. Ganz zu oberst wäre hier Hühnersuppe zu nennen („jüdisches Penicillin“), das ihr mit ein bisschen Curry würzen könnt. Aber auch Eintöpfe, Gulaschsuppe, Chili con Carne und andere tun euch gut.
  • Zitronen, Orangen, sowie andere Südfrüchte wärmen eigentlich nicht, sondern kühlen eher. So wurde es mir einmal erklärt. Da ich aber keine Südfrüchte esse, überlasse ich es euch, die Wahrheit herauszufinden.





Hinweis: Dieser Artikel erschien ursprünglich auf meinem alten Blog Frau Sabienes.
Alle Fotos: Kältewallungen ★ Ein seltsames Phänomen in den Wechseljahren ©sabienes-welt.de unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Zoltan Tasi / Unsplash
Text: Kältewallungen ★ Ein seltsames Phänomen in den Wechseljahren ©sabienes-welt.de

 

Zusammenfassung
Kältewallungen ★ Ein seltsames Phänomen in den Wechseljahren
Titel
Kältewallungen ★ Ein seltsames Phänomen in den Wechseljahren
Beschreibung
Kältewallungen statt Hitzewallungen sind auch so ein Phänomen in den Wechseljahren, über das niemand spricht und Bescheid weiß
Autor

Dieser Beitrag hat 16 Kommentare

  1. Silvana Schade

    Hallo Sabiene,
    Ich bin 45 Jahre alt und seit einigen Monaten friere ich ständig und habe eiskalte Hände und Füße. Ich friere sogar wenn es draußen, wie zur Zeit, um die zwanzig Grad hat. Andere sitzen im Tshirt draußen und ich trage einen Pullover oder Jacke, manchmal sogar einen Schal. Viele belächeln mich und machen sich auch lustig. Aber was soll ich tun? Ich habe plötzlich gänsehaut aufm ganzen Körper und bekomme dann auf einen Schlag eiskalte Hände und Füße. Das hält dann mehrere Stunden an. Nachts bekomme ich oft Nachtschweiß oder ich brauche bis zu zwei Stunden im Bett bis mein Körper warm wird und ich richtig schlafen kann. Die Kälte kommt oft auch von Innen heraus. Anfangs dachte ich immer ich werde krank, aber es ist nie so gekommen.
    Habe meinen Frauenarzt gefragt, dass seien aber, seiner Meinung nach, keine symptome für die Wechseljahre.
    Ich leide unter der Situation.

    1. Sabiene

      @Silvana: Das klingt aber gar nicht gut. Du solltest einmal zu deinem Hausarzt gehen und ein großes Blutbild machen lassen. Du musst ja nicht gleich etwas von Wechseljahren erzählen, dieses Phänomen ist wirklich nicht besonders bekannt. Vielleicht kann dir auch Homöopathie weiterhelfen, wenn alles andere abgeklärt ist.
      Ich wünsche dir alles Gute!
      LG
      Sabiene

  2. Iris

    Ich stelle bei mir auch ein vermehrtes frieren fest. Ständig kalte Füße und Hände. Gänsehaut bei 20 Grad usw. Nachts werde ich schon mal Ganz Feucht am Oberkörper.
    Tagsüber hilft mir nur Bewegung um meinen Körper warm zu bekommen.
    LG Iris

    1. Sabiene

      @Iris: Natürlich wäre es gut, wenn du einmal einen Check beim Arzt machen würdest. Denn vermehrtes Kälteempfinden kann viele andere Ursachen haben. Ansonsten kann ich nur raten, dich viel zu bewegen und Sport zu machen. Wie du schon festgestellt hast, wirkt das gut. Wohltuend sind auch wärmende Tees, zum Beispiel mit Ingwer (wenn du Ingwer magst) und scharf gewürzte Speisen. Mein Trick gegen kalte Füße ist immer, sie vor dem Zubettgehen einzucremen und darüber dann Wollsocken zu tragen.
      Vielleicht währen auch alternative Therapien etwas für dich, zum Beispiel Homöopathie oder Akupunktur.
      Ansonsten wünsche ich dir, dass du gesund bleibst!
      LG
      Sabiene

  3. Juliane

    Hallo Zusammen!
    Ich bin 46 und habe seit 2 Jahren das Problem mit der Kälte. Meine Wärmflasche für die Füße ist mein ständiger Nachtbegleiter ohne den ich nicht wieder warme Füße bekomme.
    Jeden Abend fange ich ab ca. 19.00 Uhr an auszukühlen. Wenn ich nicht acht gebe und mich warm anziehe, kann sich so verstärken, dass ich dann im Bett trotz zwei Wärmflaschen nicht wieder auf Temperatur komme und vor lauter Bibbern nicht schlafen kann.
    Die Kälte fühlt sich dann an, als ob sie von innen (Körpermitte; Bauch) kommt.
    Ich habe auch ein Hashimoto, bin aber gut eingestellt. Mein Hausarzt und mein Frauenarzt haben für das Frieren keine Erklärung ausser meiner Psyche natürlich. Ich glaube aber auch, dass es mit den Wechseljahren zusammenhängt, auch wenn Sie bei mir noch nicht so richtig mit Hitzewallungen und Ausbleiben der Mens losgelegt haben.
    Es ist doof, dass ihr es auch habt. Aber auch irgendwie beruhigend….
    Alles Liebe, Juliane

    1. Sabiene

      @Juliane: Bei mir waren Kältewallungen Vorboten der Wechseljahre. Aber du machst es schon recht gut und hältst dich warm – so gut es geht. Durch deinen Kommentar bin ich auf die Idee gekommen, den Artikel noch hinsichtlich Ernährungstipps zu ergänzen. Vielleicht helfen dir diese ein bisschen weiter.
      Ansonsten halte durch! Das geht auch mal wieder vorbei!
      Alles Gute
      Sabiene

      1. Undine Richter

        Ich bin 52 und bin seit 50 in den Wechseljahren. Ich hatte bisher nur einmal eine Hitzewallung und dachte ich falle in Ohnmacht weil meine Beine plötzlich ganz schwach waren und ich das Gefühl nicht kannte. Viel häufiger habe ich jedoch mit frieren zu tun. Das kommt schlagartig in der Regel Abends oder Nachts wenn ich das Bett verlassen möchte um auf die Toilette zu gehen. Ich zitter dann als hätte ich Schüttelfrost…. extrem stark. Ein ekelhaftes Gefühl. Das hat definitiv etwas mit den Wechseljahren zu tun, meine Blutwerte sind top. LG

        1. Sabiene

          @Undine: Nach meiner Theorie ist unser Körper in dieser Zeit dermaßen mit der Hormonumstellung beschäftigt, dass er die Körpertemperatur nicht mehr regulieren kann.
          Deine Kältewallungen hören sich wirklich heftig an. Ich wünsche dir, dass sich das bald wieder normalisiert.
          LG
          Sabiene

  4. Salat

    Ich werd irre. Bei 24° C bin ich heute nach Hause gegangen, weil ich fror – bei mir eigentlich auch ein Zeichen von beginnender Grippe. Aber keinerlei Anzeichen von Fieber bislang… und meine Tochter, der medizinisch völlig unbelastete Teenie, kichert was von Kältewellen und Wechseljahren. Ich bin 49. Wechseljahre, ja klar… aber hat man schon jemals von Kältewellen was gehört? Ich bislang nicht… und dann dieses Suchergebnis.
    Und übrigens: ich habe „schon immer“ Probleme mit der Körpertemperatur gehabt; wenn ich kalt werde, brauche ich Stunden und Tonnen von Wärmflaschen, um wieder auf eine normale Temperatur zu kommen. Andererseits kann ich auch nachts aufwachen und bin schweißgebadet – auch dies schon „immer“.
    Ich werde natürlich trotzdem zum Arzt gehen und jeden anderen (Corona-)Verdacht prüfen, aber bis dahin… hab ich wohl Kältewallungen.

    1. Sabiene

      @Salat: Ja, du bist mit deinen Kältewallungen nicht alleine. Anscheinend fällt es unserem Körper immer schwerer, eine optimale Temperatur zu halten. Wenn du die Wechseljahre abgeschlossen hast, werden solche Schwankungen – egal, ob heiß oder kalt – auf ein ganz geringes, erträgliches Maß zusammengeschrumpft sein.
      Trotzdem ist es natürlich vernünftig, wenn du zum Arzt gehst, um andere Erkrankungen auszuschließen.
      Ich wünsche dir alles Gute!
      LG
      Sabiene

  5. danie

    hi,
    es ist beruhigend davon zu lesen, dass auch IHR Kältewellen erlebt. ich bin jetzt 50 und fühle mich zwar häufig auch noch wie 35 :-) , aber langsam geht es auch bei mir los: es wechselt minütlich zwischen frieren und schwitzen. warum ich schreibe? bitte glaubt den ärzten nicht alles, verlasst euch auf euer eigenes gefühl. wir werden langsam älter und daher ist das scheinbar krankhafte das eher normale. es wird sich sicher wieder legen. besonders abends im bett ist es nervig, wenn ich erst schwitze und dann später einen pulli anziehen muss. andere sind am baden und ich friere. vielleicht helfen ja wechselduschen, um den kreislauf besser anzukurbeln. hormone oder medikamente würde ich niemals nehmen.

    1. Sabiene

      @danie: Gerade männliche Ärzte, aber auch weibliche, junge Ärztinnen stehen einem solchen Phänomen immer etwas skeptisch oder ratlos gegenüber. Von Hitzewallungen hat inzwischen jeder etwas gehört. Aber Kältewallungen sind unbekannt.
      Um den Kreislauf anzukurbeln, können dir tatsächlich Wechselduschen helfen. Aber auch Sport, schnelles Spazierengehen, aber auch Sauna können hilfreich sein.
      Trotzdem betone ich immer wieder, dass es wichtig ist, sich einmal vom Arzt untersuchen zu lassen. Denn solche Missempfindungen können auch andere Ursachen haben, als Wechseljahre.
      Ich wünsche dir was!
      LG
      Sabiene

  6. sandra

    Danke für den Artikel! Ich werde in zwei Monaten 51. Bislang läuft bei mir noch alles (leider), aber ich friere auch seit ungefähr zwei Jahren, werde schlagartig unglaublich müde und bin richtig erschlagen. Schlafen kann ich dann allerdings nicht. Ich habe seit langem eine Unterfunktion und bin auch gut eingestellt. Darüber hinaus bin ich recht sportlich, habe einen eher niedrigen Blutdruck und (blöde Kombination) einen niedrigen Puls.

    Hitzewallungen hatte ich bislang nicht. Ich hatte meine Mutter hierzu mal befragt. Und was sagt sie mir: Hitzewallungen hatte sie nie, sie hat nur immer unheimlich gefroren. Das tut sie auch heute noch, bei 22 Grad Raumtemperatur trägt sie zwei Fleecejacken.

    Meine Frauenärztin meinte zu meinem Frieren: nein, man friert nicht. Man hat Hitzewallungen. Als ich ihr von meiner Mutter erzählte, zuckte sie mit den Schultern und sagte: das ist ganz individuell. Was soll man dazu sagen. Ich gehe jetzt woanders hin.

    An sich komme ich zurecht, habe halt immer zwei Jacken dabei. Aber ich werde schon auch belächelt. Wenn ich meine Gänsehaut zeige, sind dann doch alle still.

    1. Sabiene

      @Sandra: Ich habe heute morgen mit einer Bekannten gesprochen, die nach eigenen Aussagen kaum Hitzewallungen gehabt hat. Aber dafür ganz fürchterliche Kältewallungen.
      Womöglich gibt es da wirklich eine genetische Disposition, wenn auch deine Mutter dieses Phänomen kennt. Ich kann meine leider nicht mehr fragen. Interessant wäre diese Frage aber auf jeden Fall. Vielleicht denkt in ein paar Jahren deine Frauenärztin anders über Kältewallungen, vielleicht wird überhaupt einmal die Wissenschaft darauf aufmerksam.
      Es ist halt schon immer blöd, wenn Ärzte abstreiten, dass ihre Patientin ein Problem hat.
      Alles Gute weiterhin!
      LG
      Sabiene

  7. Daniela

    Wow, danke für diesen Artikel. Ich bin 49 Jahre alt und stelle dieses Phänomen seit bestimmt 2 Jahren fest. Eigentlich dachte ich allein damit zu sein und betrachte es von der witzigen Seite. Bei mir ist es nicht ganz so heftig. Ich werde etwa 1x pro Nacht wach, meistens gegen Morgen, irgendwann stelle ich fest, mir ist kalt, aber nicht so, wie man das kennt, dass man zittert, kalte Hände oder Füße hat, nein, ich habe einfach nur kalte Haut und das im 31°C warmen Wasserbett, Sommer wie Winter mit Decke. Mir hilft dann nur noch eine zweite Decke. Damit kann ich dann wieder einschlafen. Irgendwann werde ich wieder wach, weil mir dann warm ist. Hitzewallungen habe ich nicht. Meinen Frauenarzt habe ich dazu noch gar nicht befragt, weil ich es selbst noch gar nicht in Verbindung gebracht habe mit den Wechseljahresbeschwerden.

    1. Sabiene

      @Daniela: Wahrscheinlich hast du tatsächlich Kältewallungen und die gehen irgendwann mal vorbei. Aber rede trotzdem mal mit dem Doc wegen einem Blutbild. Denn es könnte auch andere Ursachen geben. So bist du dann auf der sicheren Seite!
      Alles Gute!
      LG
      Sabiene

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