Reizdarm – Die Verdauungsbeschwerden zur Prime Time

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  • Beitrag zuletzt geändert am:20. Februar 2021
  • Lesedauer:6 min Lesezeit

*Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Shop-Apotheke*

Reizdarm Reizdarmbeschwerden
Der Reizdarm vor der Tagesschau

Jeden Abend, kurz vor der Tagesschau, erzählt mir eine mir nicht näher bekannte Person von ihren Verdauungsproblemen.  Dabei sollte ich vielleicht nicht unerwähnt lassen, dass es sich immer um verschiedene Personen handelt. Es kommen Männer und Frauen jeden Alters zu Wort, manchmal noch zusätzlich flankiert mit Kind oder Haustier.
Und obwohl ich diese Leute wirklich nicht kenne, bleiben sie nicht im Allgemeinen, sondern gehen en Detail auf ihre lästigen Blähungen, Bauchschmerzen und Toilettengänge ein.
Manchmal wird dies auch noch von Kind oder Haustier kommentiert.

Ich spreche von Fernsehwerbung zur Prime Time für ein Produkt gegen Reizdarm.
Und ich hätte nie geglaubt, dass Reizdarmbeschwerden ein so epochales Problem darstellen, dass es zwischen Börse vor Acht und Tagesschau in das Bewusstsein der Menschheit gepusht werden muss.
Ist es aber tatsächlich!
Das sagen zumindest meine Recherchen

Reizdarm oder Reizdarmsyndrom – Was ist das eigentlich?

Wahrscheinlich habt ihr auch schon mindestens einmal in eurem Leben Reizdarmbeschwerden gehabt. Zum Beispiel, wenn ihr Stress hattet, vor einem wichtigen Termin standet oder etwas gegessen habt, was ihr nicht gut vertragen habt.
Der Begriff Reizdarmsyndrom umfasst eine große Palette von Beschwerden im Verdauungstrakt und tritt bei Frauen doppelt so häufig auf wie bei Männern.

Habe ich vielleicht auch einen Reizdarm?

Eigentlich ist dieser Begriff eine Zusammenfassung, unter der verschiedene Symptome in verschieden starker Ausprägung Platz finden.

Mögliche Symptome eines Reizdarms wären zum Beispiel:

  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Verstopfung und Durchfall im Wechsel

Eigentlich ist das alles völlig menschlich. Nur möchte man damit nicht beim abendlichen Käsebrot traktiert werden.

Treten solche Beschwerden nur temporär auf (zum Beispiel kurz vor einer Prüfung), ist das nicht so schlimm (so lange man Zugang zu einer Toilette hat).
Wenn ihr diese Beschwerden ständig habt und sie eure Lebensqualität einschränken, müsst ihr etwas dagegen unternehmen.

Vorsicht!

Wenn zu euren Reizdarmsymptomen Fieber oder gar Blutspuren im Stuhl auftauchen oder ihr unter nächtlichen Durchfall, Gewichtsverlust, sehr starke Bauchschmerzen leidet, braucht ihr hier gar nicht mehr weiterlesen.
Geht bitte in einem solchen Fall zu Arzt, denn dies könnten Anzeichen für eine wirklich ernste Erkrankung sein!


Zur Ursachenforschung

Die Ursachen von Reizdarmbeschwerden sind genauso vielfältig, wie die Symptomatik. Wenn ihr also beim Doc gewesen seid und dieser auch keine größeren Ursachen hat feststellen können, wäre es sinnvoll, in Richtung Lebensmittelunverträglichkeit zu forschen. Zum Beispiel könnten eine Lactoseintoleranz oder ähnliche Unverträglichkeiten einen Reizdarm befördern.  
Auch dies müsst ihr vom Arzt abklären lassen.

Aber abgesehen von diesen Problemen kann ein Reizdarm auch noch folgende Ursachen haben:

  • Psyche (Stress, Sorgen, depressive Verstimmungen)
  • Ernährung
  • Veränderte Darmflora (zum Beispiel durch Antibiotika, Magen-Darminfektionen)
  • Allgemeine Disposition

Häufig sind mehrere Ursachen miteinander verkettet.

Was kann man gegen so einen Reizdarm unternehmen?

Erste Hilfe bei Reizdarmbeschwerden durch eine Veränderung der Lebensweise

Noch mal Vorsicht!

Ich bin kein Mediziner!
Die folgenden Maßnahmen beziehen sich auf ernährungs- und stressbedingte Reizdarmbeschwerden mit einem milden Verlauf. Und sie gelten nur, wenn bei euch keine anderen ernsthaften Darmerkrankung vorliegen.
Aber ich habe euch ja bereits oben zum Arzt geschickt!


Die Ernährung

Wenn ihr zur Fertigpizza-Softdrink-Fraktion gehören solltet, braucht ihr euch über Reizdarmbeschwerden nicht wundern.
Minderwertige Kohlenhydrate, wie Zucker und Weizenmehl und einfache Fette schaden unserer Darmflora. Dazu kommt noch all das andere Zeug in den Fertigprodukten, von denen wir noch gar nichts wissen.
Eine Ernährungsumstellung ist eine unbequeme Angelegenheit, weil man damit eingetretene Wege verlässt. Aber ein Mehr an Obst, Gemüse oder der berühmte tägliche Apfel können hier bereits Wunder wirken.
Wenn ihr eurer Darmflora etwas Gutes tun wollt, kann auch Naturjogurt helfen. Der enthält unter anderem Bifido-Bakterien und die sind auch in dem Produkt drin, das fast täglich zur Prime Time beworben wird. Nur ist diese Nahrungsergänzung ungleich teurer und von der Wirksamkeit Produkts umstritten.

Genug trinken!

Das kann ich gar nicht oft genug predigen: Ihr müsst genug trinken! Denn der Darm braucht Flüssigkeit, um den Nahrungsbrei zu verarbeiten.
Und dann braucht ihr auch noch das das richtige Getränk!
Softdrinks, Milch, Fruchtsaft, Kaffee und Tee mit Milch und Zucker und gar Alkohol zählen nicht. Denn diese „Getränke“ enthalten Kohlenhydrate und müssen  verstoffwechselt werden. Der sowieso schon gereizte Darm hat also wieder Arbeit.
Für euch Betroffene wäre also stilles Wasser und Kräutertee die bessere Alternative, auch wenn das irgendwie langweilig klingt.
Light-Produkte gelten auch nicht. Die Zuckerersatzstoffe können leicht abführend wirken und ihr habt dann noch mehr Probleme, als zuvor.

Basenkur

Eine Basenkur kann hilfreich sein, wenn ihr eure Ernährungsfehler aus der Vergangenheit ausbügeln wollt. Aber auch, wenn ihr bestimmte Medikamente, wie Antibiotika nehmen musstet, könnt ihr damit eurer Darmflora etwas Gutes tun. Es gibt für eine solche Kur verschiedene Möglichkeiten und Konzepte und sogar Diäten. Ich empfehle euch als Erste Hilfe basische Mineralstoffe. Es gibt sie in Drogerien und Apothekern von verschiedenen Anbietern und in verschiedenen Preisklassen. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältniss bietet hier die Shop-Apotheke mit dem Anbieter RedCare.

Bewegung und Sport

Sport regt die Peristaltik des Darms an. Ihr braucht dabei keine olympischen Ziele ansteuern. Ein täglicher Spaziergang wäre schon einmal ein guter Anfang. Diesen Artikel über Sport in den Wechseljahren habe ich zwar für Frauen geschrieben. Aber im Grunde gelten die Aussagen auch für Männer.

Die Psyche

Stress, Sorgen, depressive Verstimmungen können uns buchstäblich auf den Magen (und auf den Reizdarm) schlagen. Gerade, wenn wir nervös und gestresst sind, achten wir weniger auf unsere Ernährung und lassen uns für die Mahlzeiten zu wenig Zeit. Ich will hier nicht allzu in die Tiefe der Stressbekämpfung gehen. Denn dies würde diesen Artikel sprengen, zumal auch  Problematik sehr individuell ist. Aber es gibt verschiedene Methoden, mit denen man psychische Probleme und Stress lindern oder abbauen kann.
Sei es nun Sport, Meditation, Gesprächstherapie oder anderes – für jeden gibt es  einen gangbaren Weg.

Berühmte letzte Worte

Für eine nervige Fernsehwerbung ist dies ein ziemlich langer Artikel geworden. Aber das Thema Reizdarm ist tatsächlich ein Problem, dass immer mehr Menschen trifft. Das weiß natürlich auch die Pharmaindustrie. Denn in anderen Sendern werden andere Mittelchen gegen Reizdarmbeschwerden beworben.
Und dieser Umstand stört mich eigentlich noch mehr, als die zur Zurschaustellung unangenehmer Darmbeschwerden.
Blähungen, Bauchschmerzen, Verstopfung und Co sind eigentlich nur Symptome. Mit ihrer Hilfe will uns unser Körper auf eine ungesunde Lebensführung aufmerksam machen.
Und wenn die Inhaltsstoffe der beworbenen Produkte helfen, so helfen sie nur für eine kurze Zeit.
Ein Dauerlösung können auch die besten Nahrungsergänzungen nicht sein.

***





Text: Reizdarm – Die Verdauungsbeschwerden zur Prime Time ©sabienes-welt.de
Alle Fotos: Reizdarm – Die Verdauungsbeschwerden zur Prime Time ©sabienes-welt.de, teilweise unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Darko Djurin / Pixabay

Zusammenfassung
Reizdarm - Die Verdauungsbeschwerden zur Prime Time
Titel
Reizdarm - Die Verdauungsbeschwerden zur Prime Time
Beschreibung
Reizdarm - Die Verdauungsbeschwerden zur Prime Time und was wirklich gegen Reizdarmbeschwerden mit Blähungen, Bauchkrämpfen und Verstopfung hilft
Autor

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Romy Matthias

    Ich habe das, wenn ich unter Dauerstress leide. Meist mache ich dann eine Kur mit Heilerde, bisher hat es immer geholfen. LG Romy

    1. Sabiene

      @Romy: Heilerde nehme ich manchmal bei Sodbrennen. Das wirkt besser, als alle anderen Mittelchen, die da so vorgeschlagen werden.
      LG
      Sabiene

  2. Hallo Sabiene,
    man glaubt nicht wie viele Menschen mit Magen und Darm Probleme haben.
    Ich selbst kann ein Lied davon singen und muss jeden Tag aufpassen, was ich esse und keinen Stress, denn dann wird es noch schlimmer. Ständig habe ich die Wärmflasche auf meinem Bauch und nehme Lefax, wenn gar nichts mehr geht – Kapseln mit Artischocke. Manchmal ist es quälend, aber die Ernährung ist wirklich das A und O, daher sündige ich sehr selten und halte mich soweit an den Plan, denn es vermeidet mir vieles ! LG Katrin ;)

    1. Sabiene

      @Karin: Das habe ich nun auch gelernt, dass man dieses Thema gar nicht klein reden darf. Reizdarmbeschwerden kommen heutzutage immer häufiger vor.
      Ich wünsche dir alles Gute! Pass auf dich auf.
      LG
      Sabiene

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