Zeitfresser ➛ Meine Lösungen gegen den Zeitdruck

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  • Beitrag zuletzt geändert am:3. Oktober 2020
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Zeitfresser - Meine Lösungen gegen den Zeitdruck
Und überhaupt habe ich gerade gar keine Zeit!

Haben wir in diesem Jahr eigentlich einen September gehabt oder kommt der erst noch? Und was ist denn nun aus dem August geworden?
Im Moment habe ich das Gefühl, das mein Zeitmanagment aus den Fugen geraten ist. Deswegen begebe ich mich heute auf die Suche nach dem bösen Zeitfresser und möglichen Lösungen gegen Zeitdruck aller Art.

Zeitfresser – Meine Lösungen gegen den Zeitdruck

Mit diesen Tipps kannst du deine Probleme mit Zeitdruck und Zeitfressern lösen!

Es gibt unzählige Bücher und Artikel über Zeitmanagment und Zeitfresser. Wenn ich die alle lesen wollte, hätte ich noch weniger Zeit, als ich sowieso schon habe.
Lieber analysiere ich regelmäßig, wie ich mir meine Zeit besser einteilen kann.

Digitale Zeitfresser

Internet, Soziale Medien, Messengerdienste und Smartphone sind die absoluten Hauptverdächtigen, wenn es um Zeitverschwendung geht. Und natürlich versuche ich, diese Dienste reduzieren, wenn es möglich ist.
Für mich als Bloggerin und Webdesignerin ist das Internet aber unverzichtbar.

Lösung für digitale Zeitfresser

Auf dem Smartphone hat man die Option, sich die durchschnittliche Nutzungsdauer anzeigen zu lassen. Ihr könnt dieses Tool nutzen und euch vornehmen, in der nächsten Woche das Gerät seltener einzuschalten.


Zeitaufwendige Projekte

In Wahrheit haben wir (mein Mann und ich) gerade zu viel um die Ohren. Wir haben etliche Projekte angeleiert, die nun parallel zu der sonstigen Arbeit ausgeführt werden müssen. Zum Beispiel eine schon lang anstehende Renovierung im Haus, an der wir gedanklich schon seit zwei Jahren arbeiten.

Lösung für zeitaufwendige Projekte

Es ist gut, wenn man sich Hilfe holt. Und während die Männer Gipskartonwände verdübeln, kann man dann für die ganze Mannschaft Gulaschsuppe kochen.


Zeitdruck durch Aufschieben

Eigentlich habe ich überhaupt keine Zeit für den Mist. Aber tatsächlich sollte ich bereits im September die Steuererklärung vorbereitet haben. Das ist bei uns eine etwas aufwendigere Angelegenheit und ich schiebe das gerne auf die ganz lange Bank. Dabei scharren unser Steuerberater und ein (hoffentlich) freundlicher Mann vom Finanzamt bereits mit dem Fuß.

Lösung gegen Aufschieberitis

Nicht lange nachdenken, einmal tief durchatmen und ganz einfach loslegen.


Zeitfressende Arbeitsbedingungen

Um es mal vorweg zu nehmen: Ich arbeite gerne!
Zumindest, so lange ich keine Steuererklärung vorbereiten muss.

Aber der größte Zeitfresser der letzten zwei Wochen war ein gewisses Kundenprojekt – also eine Internetseite.

Es gibt gute und schlechte Internethoster. Leider hatte sich mein Kunde bereits vor Jahren für einen Hoster entschieden, der aus dem Stadium der Garagenbude niemals herausgekommen ist. Sowas nenne ich antiquierten Pioniergeist. Denn als ich dann ein technisches Problem mit der Seite hatte, war dieser Loser nur schwer zu erreichen.
Bei einem guten Anbieter hätte ein kurzes Telefonat gereicht. Ich habe etwa 24 Stunden benötigt, um das Problem nicht lösen zu können, bis sich der Herr einmal bequemt hat, mir zu helfen.

Lösung für zeitfressende Arbeitsbedingungen

Zeitfressende Arbeitsbedingungen, wie unpraktische Arbeitsumgebungen, Tools, die nicht funktionieren oder miserable Dienstleister könnt ihr im wahrsten Sinne des Wortes auf den Acker kicken.


Zeitfressende To-do-Listen

Es gibt unendlich viele Systeme für To-do-Listen aller Art. Es gibt Apps, Programme, tolle Vorlagen für Notizbücher und mehr. Meistens legt man diese dann mit sehr viel Freude und Optimismus an. Aber unterm Strich sind sie sinnlos, es sei denn, man arbeitet in einem Projektteam mit mehreren Kollegen. Ansonsten verbrät die ganze Organisation viel zu viel Zeit.
Außerdem vergessen solche Systeme immer, dass man manchmal einfach mal müde ist oder dringend mit der Nachbarin ein bisschen plaudern will.

Lösung für To-do-Listen

Am besten hält ihr euch eure To-do-Listen so einfach wie möglich. Oft reicht ein Stück Papier mit einer Liste von Aufgaben, die man wirklich nicht vergessen darf.


Zeitfresser und meine berühmten letzte Worte

Wenn ihr jetzt den Eindruck von mir habt, dass ich eine Koryphäe in Sachen Zeitfresser und Zeitmanagement wäre, muss ich euch enttäuschen. Eigentlich sollte dieser Artikel aus Zeitgründen ein Shortnews-Post werden. Aber ich habe zu dem Thema richtiggehend in Rage geschrieben.

Ein wahrer Lifehack zu dieser Frage stammt von Karsten Dusse. In seinem Buch „Achtsam morden“ lässt er seinen Achtsamkeitstrainer sagen:

Zeit ist relativ.
Wie wir Zeit wahrnehmen, ist abhängig von unserer subjektiven Einschätzung der Situation, in der wir uns befinden.
Das Empfinden von Zeitdruck ist somit nichts anderes als der Ausdruck von Anspannung.“

Joschka Breitner; Entschleunigt auf der Überholspur – Achtsamkeit für Führungskräfte.

Ich glaube, dass der Autor diese ganzen Anti-Zeitfresser-Selbstoptimierungs-Tschakka!-Coaching-Ratgeber selber kennt und ebenfalls nicht viel davon hält.

Vorschau auf die kommenden Artikel

Natürlich finde ich trotz dem ganzen Zeitdruck weiterhin Zeit und Muße zum Bloggen und zum Lesen auf anderen Blogs. Deswegen gibt es am Donnerstag wieder eine Ausgabe der Coolen Blogbeiträge bei mir.


Läuft euch auch manchmal die Zeit davon?
Wie geht ihr mit Zeitdruck und Zeitfressern um?

***





Text: Zeitfresser – Meine Lösungen gegen den Zeitdruck ©sabienes-welt.de
Alle Fotos: Zeitfresser – Meine Lösungen gegen den Zeitdruck ©sabienes-welt.de unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Laura Ockel / Unsplash

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Shadownlight

    Danke für die Tipps, gerade die digitale Welt nimmt mir unheimlich viel Zeit.
    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche!

    1. Sabiene

      @Shadownlight: Und man merkt es gar nicht, wie schnell hier die Zeit vergeht!
      LG
      Sabiene

  2. Liebe Sabiene, ein Beitrag so wunderschön aus dem Leben gegriffen. Es gibt wohl keinen, der diese Thematik nicht in irgendeiner Form kennt und erlebt. Eine meiner Schwachstellen ist absolut, dass ich mich beim Ermitteln und Recherchieren gerne mal verzettle und vom Hundertsten ins Tausendste komme. Hier noch schnell schauen, dort noch nachlesen und damit verliere ich den eigentlichen Punkt schon mal aus den Augen. Listen mit den wichtigen Punkten führe ich gerne, aber das ich meist einfach ein normaler Zettel oder eine Notiz am Handy, nichts Ausgefeiltes oder schön Aufbereitetes. Sie dienen einfach als Gedankenstütze, damit ich bei den einzelnen Projekten oder Aufgaben nichts vergesse oder übersehe.
    Hab einen wunderbaren Tag und alles Liebe Gesa

    1. Sabiene

      @Wonderful Fifty: Genau. Gedankenstütze. Damit man nicht vergisst, dass man noch ein Geburtstagsgeschenk besorgen muss. Oder die Steuererklärung vorbereiten sollte … ;-)
      LG
      Sabiene

  3. Und genau deshalb setze ich mich auch erst am Abend an den Rechner – weil man mit dem Internet doch die Uhr aus den Augen verliert. LG Romy

    1. Sabiene

      @Romy: Das ist aber auch eine gute Methode. Aber der Abend würde mir nicht reichen.
      LG
      Sabiene

  4. Sabine Gimm

    Die Social-Media-Kanäle nehme ich mittlerweile nicht mehr so wichtig. Momentan verplempere ich meine Zeit auf Instagram am meisten damit, dubiose Follower zu blockieren. Ich bin kurz davor, den Account wieder auf privat zu stellen.

    Die Steuererklärung für 2019 musste ich nun endlich machen, nachdem ich eine Fristsetzung dafür bekommen habe. Dazu kann ich mich überhaupt nicht aufraffen. Die blöden Formulare werden immer komplizierter. Aber Du hast recht. Am besten gleich erledigen und nicht vor sich herschieben.

    Ansonsten: nicht zu viele Projekte auf einmal starten.

    Liebe Grüße Sabine

    1. Sabiene

      @Sabine Gimm: Zu Instagram muss ich mich immer zwingen, dabei fand ich diese Plattform mal richtig gut. Von ein paar missliebigen Followern habe ich mich auch getrennt. Wirklich sehr wohltuend.
      LG
      Sabiene

  5. Och ja, wie recht du hast! Zeit Fresser Numero Uno… Online Leben. Man glaubt gar nicht wie lang und sogar langweilig kann ein Tag ohne Internet erscheinen. Auch digitale Planer sind für mich zu aufwendig, da nehme ich tatsächlich auf einer altmodischer Art und Weise lieber Stift in die Hand. Steuer… haben wir erst letzte Woche fertig gekriegt, so kann ich dich trösten- du bist nicht die einzige. Liebe Grüße und eine schöne Woche!

    1. Sabiene

      @Mira: Danke für deinen Trost, aber …. ich bin immernoch nicht durch!
      Bleib gesund!
      LG
      Sabiene

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