Hörbuchserien und eBooks – Minimalismus im Bücherregal

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  • Beitrag zuletzt geändert am:28. September 2020
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*Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Audible*

Hörbuchserien und EBooks – Minimalismus im Bücherregal
Wie spart man Platz im Bücherregal?

Ich bin nicht der typische Erbsenzähler, deswegen weiß ich nicht so genau, ob diese Aussage stimmt. Aber ersten Schätzungen zur Folge besaß ich bis vor kurzem weit über 1.500 Bücher.
Darunter finden sich Romane, Krimis, aber auch Bildbände und Sachbücher, sowie ein paar Kinderbücher aus früheren Zeiten.
1.500 Bücher klingen nicht besonders viel, wenn man als ausgesprochen gebildet oder gar als bibliophil gelten will.
Wenn man sie hingegen regelmäßig abstauben muss oder mit ihnen umziehen will, ist das eine ganze Menge.
Oder wenn man sich wie ich mit Minimalismus beschäftigt und sich deswegen zum Ziel gesetzt hat, einfach nicht mehr so viel Zeug zu besitzen.
Die Entsorgung von ungeliebten Büchern –  genau darum soll es heute gehen.
Aber auch um Alternativen für Vielleser – von Hörbuchserien über eBooks zu Leihbüchereien.

Wie entsorgt als Minimalist von Welt seine Bücher?

Es gibt wohl verschiedene Herangehensweisen, mit denen wir Leseratten unsere Büchersammlung scannen können. Hauptsache ist ja immer, dass wir ehrlich mit uns sind und die Werke aussortieren, die wir bestimmt nie wieder lesen werden oder wollen.
Wenn das geschafft ist, dürfte es kein großes Problem mehr sein, diese Bücher zu entsorgen. Man kann sie verschenken, verkaufen oder wegschmeißen.

Verschenken ist klar. Dafür haben wir schließlich Familienmitglieder, Freunde oder öffentliche Bücherschränke. Auch das Verkaufen ist kein Problem. Denn solange die Bücher noch ordentlich aussehen, kann man sie auf dem Flohmarkt oder über verschiedene Anbieter im Netz loswerden.

Leider besitze ich viele Taschenbücher. Und die wurden im Laufe der Jahre immer unansehnlicher. Sie vergilben, riechen muffig und einige Exemplare sind so richtig bäh geworden.  
Nach langer und reiflicher Überlegung habe ich mich dann entschlossen, solche Bücher in den Papiermüll zu schmeißen. (Ich habe immer noch ein bisschen ein schlechtes Gewissen und rede mir regelmäßig gut zu. Denn bei diesen Exemplaren war es wirklich die einzige Möglichkeit, sie loszuwerden.)

Hörbuchserien und eBooks – Minimalismus im Bücherregal

Minimalismus im Bücherregal - So reduziere ich meine Büchersammlung, ohne das es weh tut!

Aber was macht man, wenn man vollgestopfte Bücherregale in Zukunft vermeiden möchte? Für Vielleser  – wie ich – ist das einigermaßen schwierig, denn meine Büchersammlung vermehrt sich quasi über Nacht.
Aber es gibt es einige Alternativen.

Hörbücher und Hörbuchserien

Wenn ein Autor mit einem Roman Erfolge verbuchen konnte, wird gerne eine ganze mehrteilige Serie aus dem Stoff gebastelt. Man findet solche Serien sehr häufig im Genre der Fantasy-Romane, aber auch bei Krimis und Thrilllern.
Und genau hier bin ich zu Hause!
Jetzt mag ich mir aber nicht alle zwölf Harry-Hole-Bände von Jo Nesbø ins Regal stellen. Ich muss auch nicht alle Eberhofer-Krimis besitzen, so lustig sie auch sind.
Erst dank der Fantasyserie „Das Lied von Feuer und Eis“ von George R. R. Martin (die Vorlage von Games of Thrones) bin ich auf die Segnungen von Hörbuchserien bei Audible gestoßen. Die zwanzig Bände der Audio-Version liegen nun in meiner virtuellen Bibliothek dieses Anbieters, statt in meinem Bücherregal wichtigeren Büchern den Platz wegzunehmen.

Und wenn es mich einmal wieder nach Westeros zieht, kann ich sie mir immer wieder von dem Sprecher Reinhard Kuhnert vorlesen lassen.

Inzwischen habe ich weitere Hörbuchserien gesammelt, zum Beispiel alle Oxen-Thriller von Jens Henrik Jensen oder die Nordseekrimis von Krischan Koch. Der große Vorteil von Hörbüchern ist der, dass sich weder Seiten lösen, noch das sie vergilben. Ich kann sie jederzeit über meine App auf dem Smartphone anhören. Und sie gehören mir, solange ich einen Account bei Audible habe. Selbst dann, wenn ich jemals mein Abo kündigen sollte.

Auch sehr minimalistisch: eBooks

Egal, bei welchen Anbietern man sich umschaut, das Angebot an eBooks ist recht beachtlich. Zwar hat diese Form des Lesens nicht ganz so sehr die Erwartungen der Verlage erfüllt. Aber dennoch gibt es kaum eine Neuerscheinung, für die nicht auch eine digitale Fassung existiert.

Das Lesen auf einem eReader ist sehr komfortabel! Man kann die Helligkeit des Bildschirms anpassen, nach Namen oder Begebenheiten im Text suchen. Und man kann zwischendurch sogar weitere Informationen aus dem Internet holen.
Aber alle eBooks und eReader dieser Welt haben einen ganz großen Nachteil: Ich mag sie nicht!
Trotz aller Freude an moderner Technik kann ich mich daran gewöhnen,  auf einem Tablet oder auf einem ähnlichen Endgerät Bücher zu lesen.

Leihbüchereien – die klimafreundliche Alternative

Natürlich beschäftige ich mich nicht nur deswegen mit Minimalismus, um mehr Platz zu gewinnen. Bei mir spielen auch immer der Naturschutz und die Klimarettung eine gewisse Rolle.
eBooks und Hörbuchserien verbrauchen zwar nicht so viele Rohstoffe, wie die Printausgaben. Aber immer, wenn wir ein digitales Endgerät benutzen, werden irgendwo auf dieser Welt ein paar Server angeworfen, die natürlich Strom brauchen. Und unser Smartphone oder Reader braucht den selbstverständlich auch.
Die klimaneutralste und billigste Alternative ist deswegen die öffentliche Bücherei, in der man sich Bücher ausleihen kann.

Deswegen werde ich mir in unserer Bücherei einen Mitgliedsausweis besorgen. Denn auch, wenn ich mir bestimmte Hörbuchserien gerne vorlesen lasse, lese ich das meiste immer noch am liebsten selbst.


Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Thema gemacht? Oder mit eBooks, Hörbüchern oder gar Hörbuchserien? Erzählt doch mal!

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Text: Hörbuchserien und eBooks – Minimalismus im Bücherregal ©sabienes-welt.de Alle Fotos: Hörbuchserien und eBooks – Minimalismus im Bücherregal ©sabienes-welt.de unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Joyce McCown / Unsplash

Zusammenfassung
Hörbuchserien und eBooks – Minimalismus im Bücherregal
Titel
Hörbuchserien und eBooks – Minimalismus im Bücherregal
Beschreibung
Hörbuchserien, eBooks und Leihbüchereien sind eine große Hilfe zu vollgestopften Bücherregalen und tragen zum Gedanken des Minimalismus bei.
Autor

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Liebe Sabiene, ich bin auch ein absoluter Vielleser und habe immer gerne meinen Kindle in der Tasche für allfällige Wartezeiten, wenn ich unterwegs bin. Ja, damit habe ich mich auch schon geoutet – seit über zehn Jahren bin ich begeisterte E-Book-Leserin und so spare ich mir wirklich viel Platz in den Zimmern. Natürlich gibt es manche Bücher, die ich in gedruckter Form erhalten oder mir auch selbst zugelegt habe. Vor allem wenn es sich um Sachbücher handelt, ist für mich das Buch in der Hand angenehmer, aber ansonsten gehört der Kindle einfach zu mir. Zu Hörbüchern hingegen habe ich bisher keinen rechten Zugang gefunden, sodass ich damit auch keine keine Erfahrungen habe.
    Hab einen wunderbaren Abend und alles Liebe

    1. Sabiene

      @Wonderful Fifty: Mein Leben würde einfacher verlaufen, wenn ich mich mit einem eReader anfreunden könnte ;-) Aber zur Not könnte ich die eBooks auch mit einer App auf einem Tablet lesen.
      LG
      Sabiene

  2. Du sprichst da ein Thema an, das ich immer im Hinterkopf rumoren habe, aber ich konnte mich bisher nicht aufraffen: Bücherbestände ausmisten. Ich habe einfach zu viele, darunter auch einige, die mir nicht gefallen haben, warum diese noch aufbewahren? Es muss was passieren, die Regale sind schon lange voll, es türmen sich Stapel von gelesenen und ungelesenen Büchern, ein Stapel ist schon ein paarmal umgekippt … Leben am Bücherlimit! ;-)

    Bei Hörbüchern bin ich leider völlig raus, ich mag es nicht, wenn man mir die Geschwindigkeit diktiert. Ich möchte mein eigenes Tempo beim Lesen bestimmen, mal schnell, mal langsam, wenn es eine Passage zum Genießen ist. Außerdem bin ich teilweise unkonzentriert und muss ein, zwei Sätze … oder auch mal einen ganzen Absatz wiederholen, also wäre ich bei Hörbüchern immer am zurück … wie sagt man da modern? Früher hieß es zurückspulen, aber sind ja keine Cassetten mehr. :-)

    Einen E-Book-Reader habe ich, werde aber nicht warm damit, obwohl ich digitalen Techniken oft aufgeschlossen bin. Bei Filmen macht es mir zum Beispiel überhaupt nichts aus, diese nur virtuell zu besitzen. Aber bei Büchern gehört für mich alles dazu, das Rascheln der Seiten, das Fühlen, ob es ein dicker Wälzer oder nur eine eher kurze Geschichte ist … Inklusive aller Nachteile wie einen dicken Wälzer im Bett zu lesen, es gehört für mich einfach alles dazu. Ich glaube, meinen Reader habe ich schon ca. 1 Jahr nicht mal mehr aufgeladen, obwohl da noch einige Sachen drauf sind, die ich lesen möchte. Bücher, die es nur als E-Books gibt, oder irgendwelche kurzen Romane, die ich nur mal so zur Ablenkung zwischendurch weglesen wollte.

    Liebe Grüße
    Katrin & die Monstermeute

    1. Sabiene

      @Fellmonsterchen: Ich muss beim Hörbuchhören auch immer mal zurückspulen, dass geht aber mit der entsprechenden App ganz easy. Tatsächlich geht wirklich nichts über das gedruckte Buch mit den raschelnden Seiten.
      LG
      Sabiene

  3. Ines

    Ich lese inzwischen E-Books auf dem speziellen Gerät dafür liebe als Papierbücher. Kein Blättern, leichter, dünner, schöne Schrift und ideale Helligkeit. Hörbücher mag ich nicht, weil ich dabei meist einschlafe.

    Bücher ins Altpapier zu tun, kratzt mich gar nicht mehr. Du hast doch auch keine Skrupel, die sprichwörtliche Tageszeitung von gestern zu entsorgen. Gelesenes Papier, dass man nicht nochmal lesen wird = Altpapier. Einfache Gleichung.

    1. Sabiene

      @Ines: Danke für Ermutigung! Du hast Recht mit dem Beispiel der Tageszeitung.
      Hörbücher mag ich sehr, wenn ich ganz furchtbare langweilige Hausarbeiten zu erledigen habe, zum Beispiel beim Bügeln. Wir haben am Wochenende was im Haus renoviert. Oder besser: die Männer haben renoviert und ich habe heute dann alles geputzt. Und in der Zeit kann man sich unheimlich viel vorlesen lassen.
      LG
      Sabiene

  4. Uli

    Oh, wie sehr du meinen Nerv triffst 😂! Ich habe auch gewaltig minimieren müssen und hatte etwa die Hälfte davon, was Du hast. Jetzt gibt es bis auf ganz wenige Ausnahmen nur noch eBooks. Da ich derzeit aber kaum zum Lesen komme, lasse ich die als Hörbuch laufen zum Einschlafen. In Sachen Komfort könnte ich Vorträge halten 🤭. Ich treffe leider kaum auf Leser für Austausch im Umfeld. Hier ist man sehr einfach gestrickt🤷

    1. Sabiene

      @Uli: Beim Einschlafen ein Hörbuch hören! Das ist wirklich fast der Gipfel der Gemütlichkeit, allerdings hält mich mein Mann deswegen für verrückt.
      LG
      Sabiene

  5. Liebe Sabiene,
    bei meinem Mann und mir werden auch immer wieder recht viele Bücher „weggelesen“. Unser Haus ist voll mit Büchern – entsorgen will ich allerdings vorerst keine mehr (ein paar gar nicht gemochte sind längst weg). Denn wer weiß, wie lange das mit den E-Books klappt. Die sind zur Zeit die Droge unserer Wahl, weil wir aus Platzgründen (und weils für Reisen praktischer ist) darauf umgestiegen sind. Falls mal weniger Strom zur Verfügung steht, kann es aber sein, dass der Zugang zu dieser „Droge“ nicht mehr so gut möglich ist, und dann werden wir mal wieder unsere ganzen Papierbücher lesen.
    Was hast du denn mit deinen Taschenbüchern aufgeführt, dass die so bäh gewoden sind? Ich hab von diesem Problem noch nie gehört…
    Mein Mann hat auch ein paar Hörbücher gehört, vor allem, während er Beinprobleme hatte und daher anstatt zu laufen Hometrainer gefahren ist. Ich hab’s auch versucht, aber das ist nicht wirklich meins, darauf greife ich höchstens zurück, wenn ich mal ein Augenleiden haben sollte. Das Lesetempo bestimme ich gerne selber – bei Hörbüchern stimmt das Tempo nicht und es entstehen nicht die Bilder und Filme, die ich beim Lesen vor meinem geistigen Auge sehe.
    Herzliche Rostrosengrüße im Oktober
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2020/09/blogparade-violett-und-orange-in-den.html

    1. Sabiene

      @Traudel: Also, ich gehe mit meinen Büchern schon sehr pfleglich um. Aber ich habe Bücher, die ich bereits in den 70ern gekauft habe. Sie wurden mehrfach gelesen und verliehen und sie sind ein paar mal umgezogen. Und da es sich da meist um Taschenbücher, also Paperbacks handelt, haben sie gelitten. Besonders die Einbände der TBs aus dem dtv-Verlag sind nach über 30, 40, 50 Jahren nicht mehr das, was sie mal gewesen sind. Auch haben alte Bücher einen speziellen staubigen Geruch, den nicht jeder mag und vergilbte Seiten sind auch nicht immer schön.
      LG
      Sabiene

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