Into the Water – Ein neuer spannender Roman von Paula Hawkins

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Into the Water - Ein neuer spannender Roman von Paula Hawkins
Into the Water – Traue keinem. Auch nicht dir selbst

Beckford ist in malerischer Ort im Norden Englands, durch den sich ein romantisches Flüsschen mit einer gefährlichen Stelle an einer Flußbiegung – dem Drowning Pool schlängelt.
Doch eigentlich wollte Jules nie wieder an diesen Ort zurückkehren. Aber nach dem plötzlichen Tod ihrer Schwester Nel muss sie sich um deren Beerdigung kümmern und um Nels pubertierendes Töchterlein. Dabei wird sie nicht nur mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch dem Schicksal von verschiedenen Frauen. Und alle haben wie ihre Schwester den Tod im Drowning Pool gefunden.
Denn Beckford ist ein Ort, um unbequeme Frauen loszuwerden.

Paula Hawkins

Nach ihrem Erstling und Besteller Girl on the Train traf Paula Hawkins das Los aller erfolgreicher Autoren, von denen ein weiterer Erfolgsroman erwartet wird. Ich meine, man tut damit den Autoren Unrecht, wenn man von ihnen immer größere Erfolge nach dem Motto „größer, schneller, weiter“ erwartet.
Paula Hawkins kann das vielleicht aber auch nicht besonders stören, denn sie gehört mittlerweile zu den am besten verdienenden Schriftstellerinnen überhaupt.

Into The Water – Meine Meinung

Da ich Hawkins Erstling mit sehr viel Begeisterung gelesen habe, war ich schon sehr auf den zweiten Roman gespannt. Aber im Gegensatz zu Girl on the Train hatte ich bei diesem Buch einige Schwierigkeiten, in die Erzählung hineinzufinden.

Das Buch beginnt mit der Schilderung einer sogenannten Wasserprobe, wie sie bei den Hexenverfolgungen im Mittelalter üblich gewesen ist.

Danach geht es in manchmal tagebuchartigen Ich-Erzählungen weiter, bei der verschiedene Protagonisten zu Wort kommen. Am häufigsten liest man natürlich von Jules, die über das Leid referiert, als Kind und Jugendliche immer im Schatten ihrer Schwester gestanden zu haben.
Der häufige Wechsel der Erzähler machen den Lese- oder Erzählfluss gerade in der Hörbuchversion ein wenig anstrengend. Jules Lamento ist auch nicht gerade aufbauend und irgendwie scheint im ganzen Ort niemand die Wahrheit zu sagen.

Hat man sich erstmal an den Erzählstil gewöhnt und eingesehen, dass wirklich fast alle Bewohner lügen, wird das Buch mit all seinen Verwicklungen richtig gut. Dabei ist es ziemlich spannend, herauszufinden, was hinter dem Tod von Nel wirklich steckt.

Die unbequemen Frauen in der Literatur

Paula Hawkins widmet dieses Buch den unbequemen Frauen in der Literatur und führt das im Epilog auch noch näher aus. Ich mag unbequeme Frauen, auch wenn ich vielleicht selber nicht dazu gehöre. Aber ich bewundere Frauen, die nicht allzu angepasst sind und ihr eigenes Ding durchziehen.
Selbst wenn sie dabei Schiffbruch erleiden.
Ihre Top 5 der unbequemen Frauen sind:

  1. Lady Macbeth
  2. Marquise Isabelle de Merteuil
  3. Bertha Mason
  4. Desfred
  5. Bathseba Hart

Ehrlich gesagt kenne ich nur Lady Macbeth (zumindest dem Namen nach). Ich überlasse es euch, bei Bedarf die jeweiligen Damen zu googeln.

Into the Water – Was für ein blöder Titel!

Wie bei Girl on the Train wurde auch hier wieder für den Titel ganz ohne Not ein Anglizismus verwendet.
Ich frage mich, warum dies nötig ist. Zwar sind beide Titel auch bei minimalen Englischkenntnissen einigermaßen verständlich. Dennoch handelt es sich weder bei Girl on the Train, noch Into the Water um festgesetzte Phrasen, die man einfach nur sehr schwer in andere Sprachen übersetzen kann.
Mir ist diese Tendenz zu englischsprachigen Titeln schon bei anderen Büchern aufgefallen und ich frage mich, warum sich da die Verlage nichts anderes einfallen lassen.

Wem könnte dieses Buch gefallen?

  • Frauen
  • Männer, die mit starken und unbequemen Frauen zurecht kommen
  • Liebhaber von verwickelten Stories und Thrillern

Für wen wäre dieses Buch eher nicht geeignet?

  • Leser, die sich bei diesem Roman eine Fortsetzung oder Abklatsch von „Girl on the Train“ erwarten.
  • Ungeduldige Leser

Bibliografisches zu „Into the Water“

Der neue Roman der Erfolgsautorin Paula Hawkins ist anders, als "Girl on the Train". Aber nicht schlechter. Und er ist allen unbequemen Frauen gewidmet. Also Mädels - Lesen!
Bibliografisches zu dem Buch „Into the Water“
  • Titel: Into the Water – Traue keinem. Auch nicht dir selbst.
  • Originaltitel: Into the Water
  • Autor: Paula Hawkins, Christoph Göhler (Übersetzung)
  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (24. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764505230
  • Preis Stand Juni 2020: 7,99 Euro (Taschenbuch), 6,99 Euro (Kindle), 15,45 Euro (Audio-CD, gelesen von Simon Jäger, Britta Steffenhagen und Marie Bierstedt)
  • Bestelllink Amazon

(Alle Angaben ohne Gewähr)

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Wenn du eine Frau bist: Würdest du dich eher zu den unbequemen Frauen zählen? Wenn du dein Mann bist: Wie schwer ist für einen Mann das Leben mit solchen Frauen?

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Mit dieser Rezension beteilige ich mich bei Daggis Buch-Challenge 2018, Aufgabe 5: Lese ein Buch, das aus mehr als einer Perspektiven erzählt wird


Hinweis: Dieser Artikel erschien ursprünglich auf meinem Blog Frau Sabienes.
Text: Into the Water – Ein neuer spannender Roman von Paula Hawkins ©sabienes-welt.de
Alle Fotos: Into the Water – Ein neuer spannender Roman von Paula Hawkins ©sabienes-welt.de

Zusammenfassung
Into the Water - Ein neuer spannender Roman von Paula Hawkins
Titel
Into the Water - Ein neuer spannender Roman von Paula Hawkins
Beschreibung
"Into the Water" heißt der neue spannende Thriller von Paula Hawkins, der Autorin des Bestsellers "Girl on the Train". Und dieser Roman ist allen unbequemen Frauen in der Literatur gewidmet. Kann dieser Roman mit dem Erstlingserfolg mithalten? Hier kommt meine Meinung.
Autor

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