Alice wie Daniel sie sah – Ein Vater-Tochter-Roman von Sarah Butler

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Alice wie Daniel sie sah von Sarah Butler
Wunderschön erzählt: Alice wie Daniel sie sah

Der obdachlose Daniel trottet durch London und befindet sich dabei immer auf der Suche nach seiner Tochter. Er hat sie noch gesehen, kennt aber ihren Namen. Und jeder Buchstabe des Namens Alice hat für ihn eine bestimmte Farbe. Denn alles, auch seine ganze Umgebung kennzeichnet sich für ihn durch verschiedene charakteristische Farben.
Alice ist eine junge Frau, die in gutbürgerlichen Verhältnissen aufwuchs. Sie ist rastlos, irgendwie seltsam heimatlos und fühlt sich ungeliebt.
Viele Einzelheiten über ihr Leben weiß sie nicht – so auch die Wahrheit über ihren wirklichen Vater.
Aber Daniel hat einen Plan. Einen ganz kleinen und zugleich großen, vorsichtigen Plan.

Sarah Butler

Sarah Butler, Anfang 30, lebt in Manchester und leitet ein Beratungsunternehmen für Künstler. Der vorliegende Roman ist ihr erstes und bislang einzigstes Buch. Es wurde bereits in 13 Sprachen übersetzt.

Alice wie Daniel sie sah – meine Meinung

Bei manchen Büchern – meist bei den guten – entwickelt man einen bestimmten Leserhythmus: Thriller liest man irgendwie atemlos, bei den Scheibenweltbücher von Terry Pratchett dreht man sich verworren im Kreis. Aber bei diesem Buch hatte ich den Eindruck, dass mein Leserhythmus etwas Schlurfendes, Trottendes annahm. Irgendwie wie ein Obdachloser, ein Berber, der ruhelos durch die Straßen seiner Stadt streift. Ich empfand dies als sehr bemerkenswert und halte es für ein Merkmal großer Schreibkunst seitens der Autorin. Auch finde ich diese Interpretation der Farben als außergewöhnlich und mehr als kreativ.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und in sich schlüssig. Die Erzählung wirkt zu keinem Zeitpunkt als zu konstruiert oder an den Haaren herbeigezogen.
Sehr gut fand ich das Ende, denn es vermittelte eine Idee von Frieden.

Einen Minuspunkt vergebe ich übrigens an das Cover der deutschen Ausgabe. Die inneren Umschlagseiten sind zwar sehr schön gestaltet, aber das Bild mit der jungen Frau im Pünktchenkleid erinnerte mich eher an einen Film mit Audrey Tautou (Amelié)
Mir hat das Buch mehr als gut gefallen und ich hoffe auf viele weitere Romane von Sarah Butler.

Wem könnte dieses Buch gefallen:

  • Lesern, die außergewöhnliche Rahmenhandlungen lieben
  • Lesern, die sich gerne komplett in eine Erzählung fallen lassen können

Für wen wäre dieses Buch nicht geeignet:

  • Leserinnen, die von einem ihrer Elternteile maßlos enttäuscht wurden
  • Leser, die auf den leichtesten Anflug von Kitsch allergisch reagieren.

Bibliographisches:

Alice, wie Daniel sie sah - ein wunderschön erzählter Vater-Tochter-Roman von Sarah Butler
Bibliografisches zu dem Roman „Alice wie Daniel sie sah“ von Sarah Butler
  • Titel: Alice wie Daniel sie sah
  • Originaltitel: Ten Things I’ve Learnt About Love
  • Autor: Sarah Butler (Autor), Werner Löcher-Lawrence (Übersetzer)
  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (3. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426514095
  • ISBN-13: 978-3426514092
  • Preis Stand Februar 2020: 14,99 Euro (Broschiert), 12,99 Euro (Kindle). Leider gibt es dieses Buch nicht als Hörbuch.
  • Bestelllink Amazon

(Alle Angaben ohne Gewähr)

Mit dieser Rezension beteilige ich mich an Daggis‘ Buchchallenge, Aufgabe 25: Lese ein Buch aus der Verlagsgruppe Droemer Knaur

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Habt ihr manchmal auch eine so seltsame Verbindung zu Farben?



Hinweis: Dieser Artikel erschien ursprünglich auf meinem Blog Sabienes Traumwelten.
Text: Alice wie Daniel sie sah – Ein Vater-Tochter-Roman von Sarah Butler ©sabienes-welt.de
Alle Fotos: Alice wie Daniel sie sah – Ein Vater-Tochter-Roman von Sarah Butler ©sabienes-welt.de

Zusammenfassung
Alice wie Daniel sie sah - Ein Vater-Tochter-Roman von Sarah Butler
Titel
Alice wie Daniel sie sah - Ein Vater-Tochter-Roman von Sarah Butler
Beschreibung
Alice wie Daniel sie sah ist ein wunderbarer Roman von Sarah Butler, handelt von Daniel, einem Obdachlosen in London, der seine Tochter sucht
Autor

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