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Ich muss euch etwas sagen und bin auf euer tiefstes Mitgefühl angewiesen. Aber vielleicht seid ihr ja auch betroffen und wir können uns – virtuell – die Hand geben.
Ich bin nämlich seit einiger Zeit schwer sehbehindert! Zweitweise.
Und zwar dann, wenn ich angetan mit Maske und Brille einen Supermarkt betrete. Manchmal passiert mir das sogar auf offener Straße, wenn ich sehr schnell gehe. Denn seitdem die Temperaturen gefallen sind, beschlägt dank Mund-Nasen-Behelfsmaske meine Brille dermaßen, dass ich die Welt nur noch durch einen dichten Nebel wahrnehme.
Es gibt im Netz für dieses Problem etliche Empfehlungen und ich habe einige ausprobiert. Was mir bei der Lösung einigermaßen geholfen hat und was nicht, berichte ich euch hier.
Inhaltsverzeichnis
Warum beschlägt meine Brille überhaupt?
Der eigene Atem ist warm, die Brillengläser sind kalt. Wenn beim Ausatmen der Atem dann an den kalten Gläsern vorbeiströmt (und das tut er – IMMER!), dann kondensiert die Luft an ihnen. Und Nebel entsteht. Wenn dann auch noch vom Kalten in ein warmes Geschäft kommt, ist das umso schlimmer.
Bei diesem Foto hat es eigentlich schon gereicht, dass ich das Stativ für die Kamera aufgestellt habe. Das hat mich wohl ein wenig angestrengt, denn ruckzuck waren meine Brillengläser beschlagen.
Maske und Brille – Was hilft gegen beschlagene Gläser?
Bevor mir jetzt einer von euch Schlaumeiern vorschlägt, ich solle auf die Brille verzichten: Es geht nicht! Ich habe ganze 5 Dioptrien und bin ohne Brille relativ hilflos. Kontaktlinsen kommen für mich aus verschiedenen Gründen leider nicht in Frage.
Aber ich habe versucht, das Problem zu lösen und hier kommen meine Ergebnisse:
Brille putzen
Egal, welche Lösung euch im Kampf gegen beschlagene Brillengläser vorschwebt: Alles beginnt mit einer geputzten Brille!
Erfahrene Brillenträger wissen natürlich, dass die Gläser niemals hundertprozentig sauber sind – zumindest nicht besonders lange.
Aber jeder erfahrene Brillenträger hat da so seine Methoden, seine Sehhilfe möglichst sauber und fettfrei zu bekommen.
Der perfekte Sitz der Maske
Eine Maske sollte am oberen Rand perfekt mit dem Gesicht abschließen und eng an der Nasenwurzel sitzen. Aber das tut sie natürlich nicht freiwillig. Außerdem ist der Sitz auch von eurer individuellen Physiognomie, zum Beispiel die Form eurer Nase abhängig.
Abhilfe versprechen hierbei Masken mit einem Drahtbügel. Bei selbstgenähten Masken könntet ihr ihn vielleicht nachrüsten. Oder aber ihr legt unter der Maske ein Papiertaschentuch auf den Nasenrücken. Wenn eure Maske groß genug ist, könntet ihr auch den oberen Rand umfalten.
Und ich sags euch gleich: Bei mir funktioniert das alles nicht und ich empfand diese Lösungen allesamt als total unbequem!
Meine Tipps für einen perfekten Sitz:
- Zieht eure Maske an, bevor ihr das Haus verlässt oder auf dem Parkplatz im Auto. Vor dem Spiegel könnt ihr in Ruhe überprüfen, ob Maske und Brille richtig sitzen.
- Lasst eure Brille ein bisschen von der Nasenwurzel nach unten rutschen. Meistens sitzt die Maske dann besser und die ganz warme Atemluft landet nicht sofort auf den Gläsern.
Eine FFP2-Maske tragen
Wer dieses Mär im Umlauf gesetzt hat, hat hoffentlich gut daran verdient. Ab heute können wir Bayern uns vom Gegenteil überzeugen.
Meine Meinung: Eine FFP2-Maske kann genauso schlecht sitzen, wie jede anderer Mund-Nasen-Schutz auch!
Nanotechnologie machts!
Wenn alle Stricke reißen, wird häufig die Nanotechnologie aus dem Hut gezaubert.
Mein Lieblings-Optiker verkauft für 8 Euro Anti-Beschlag-Tücher, die trotz aller Nanotechnologie überhaupt nichts geholfen haben.
Übrigens: Hausmittel, wie Zahnpasta oder Rasierschaum oder ähnliches können euren Gläsern schaden!
Mein Tipp in Sachen Nanotechnologie:
Besorgt euch ein Anti-Beschlag-Spray, wie es auch Motorradfahrer für ihre Helmvisiere verwenden. Gut funktioniert zum Beispiel dieses Produkt (Amazonlink).
Es ist ein bisschen aufwendiger, die Lösung auf die Gläser einzuarbeiten, aber der Schutz hält einen ganzen Tag an.
Was bei dem Problem Maske und Brille sonst noch helfen könnte (und was nicht)
Wenn alle Stricke reißen, müsst ihr eure Brille abnehmen und warten, bis der Beschlag sich wieder aufgelöst hat. Oder ihr putzt mit einem – sauberen – Taschentuch mal drüber. Das hilft zwar bloß für ein paar Minuten, aber in der Zeit könnt ihr schon mal die nächsten Hindernisse orten.
Was gar nicht hilft ist, kurz die Maske einmal zu lupfen. Denn damit gefährdet ihr euch und andere.
Auch Hilfestellungen von Scherzbolden aller Art, wie „einfach einmal weniger zu atmen“, sind wenig praktikabel. Allerdings könntet ihr versuchen, mehr nach unten auszuatmen.
Langfristig könnte ich mir persönlich die Anschaffung eines Blindenhundes vorstellen! (Scherz)
Genauso langfristig können wir warten, bis es wieder wärmer wird. Denn dann ist der Spuk vorbei.
Und wenn wir diese Pandemie endlich überstanden haben, auch. Und das liegt in unserer Hand!
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Wenn ihr noch irgendwelche Geheimtipps zur Lösung dieses Problems habt, dann schreibt mir bitte einen Kommentar!
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Text: Maske und Brille – Was hilft gegen beschlagene Gläser? ©sabienes-welt.de
Alle Fotos: Maske und Brille – Was hilft gegen beschlagene Gläser? ©sabienes-welt.de zum Teil unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Zeesy Grossbaum / Unsplash